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Hohe Fluktuationen und Krankheitsstände haben nichts mit fehlendem Diversity Management zu tun.

Die voranschreitende Globalisierung und die damit verbundene Diversität bringt Menschen häufig auf die Idee, dass es sich bei Diversity um eine Wunderpille handelt, die gegen alle Schmerzpunkte, die ein Unternehmen hat, hilft.

Hohe Fluktuation? – richtiges Diversity Management hilft. Hohe Krankheitsstände? – sicher hilft es auch hier über die Erstellung von Diversity Strategien nachzudenken. Fehlt es den Mitarbeitern an Motivation? Haben Sie schon mal an Diversity gedacht?


Doch ist das wirklich so?

Tatsächlich haben Kündigungen genauso wenig mit Diversität zu tun, wie hohe Krankheitsstände mit hoher Belastung am Arbeitsplatz. Auf den ersten Blickt besteht eine Kausalität. Doch führt die Ausweitung von Toleranzen nicht zu einer Senkung von Kündigungen und die Entlastung am Arbeitsplatz nicht zwangsläufig zu geringeren Krankheitsständen.

Es ist falsch eine Person mit Ihrer Einzigartigkeit in eine Rolle zu pressen, durch die Ausweitung von Diversity, in die sie a priori nicht passt. Bzw. den Unternehmen einzureden, dass sie für jemanden toleranter sein müssen, den sie eigentlich nicht brauchen. Genau das erfolgt bei diesen gut gemeinten und modernen Aktionen. Diversity in Unternehmen ist absolut wichtig, wird aber häufig nicht richtig interpretiert bzw. da angewandt, wo sie machtlos ist, weil der Kern der Problementstehung ganz woanders verborgen ist.

Sinnlosigkeit sehe ich da eher als Grund für Unzufriedenheit und die entsprechenden Konsequenzen …

Aber kommen wir auf Diversity zurück. Besser verdeutlichen möchte ich meine Position mithilfe von Bildern. Stellt euch eine zu besetzende Position in Unternehmen in Form von einem Stern vor. Diese Form beschreibt sinnbildlich alle Skills und Kompetenzen, die für diese Stelle gefordert sind.

Jetzt bewirbt sich eine Person, die eine Wolke (als optische Figur) darstellt. Dass es nicht passt, stellt sich erst später heraus, weil bei uns nach Bewerbungsunterlagen und Zeugnissen, statt nach wahrem „Inhalt“ eingestellt wird.

Jetzt ruft jemand: „Diversity hilft“. Dies führt dazu, dass man die Wolke in die Form des Sterns zu pressen versucht, weil man doch toleranter werden muss. Stattdessen, muss der Arbeitsplatz richtig besetzt werden. Es muss ein Stern eingestellt werden und keine Wolke.

Wenn man auf Biegen und Brechen versucht es passend zu machen, wird das Unternehmen unzufrieden bleiben, weil es der Wolke an Ecken und Kanten fehlt. Und die Wolke wird unzufrieden sein, weil ihre runden Kompetenzen dort nicht gefordert werden.


Diversity würde jetzt versuchen, das Unternehmen für Rundungen toleranter zu machen und sich nicht auf die Kanten zu konzentrieren. Das ist falsch.

Wenn Menschen ihren wahren Platz einnehmen und die Arbeit erledigen, bei der Ihre Einzigartigkeit und Talente gefragt sind und zum Einsatz kommen, braucht man kein Diversity an der Stelle. Da interessiert es in der Regel auch keinen, wie sie sich sonst gesellschaftlich unterscheiden, wenn es nicht pathologisch ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses Problem im großen und kleinen Maßstab zu lösen. Um nicht zu stark an der Unternehmensstruktur zu rütteln und globale Veränderungen anzustoßen. Mehr erzähle ich dazu in meinen Seminaren und Keynotes.


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